1 · Mikrofon aktivieren und Gerät wählen
Öffne Einstellungen → Mikrofon. Setze den Schalter „Mikrofon aktiv" auf an. Im Dropdown „Mikrofon-Gerät" siehst du alle verfügbaren Eingänge:
- Integriertes Laptop-Mikro — geht zur Not, aber hörbar dünn
- USB-Kondensator (Rode NT-USB+, Shure MV7) — empfohlen für Solo-Arbeit
- XLR-Mikro via Interface (Shure SM7B + Scarlett) — Broadcast-Qualität
- Headset-Mikro — praktisch für lange Sessions, reduziert Kabelsalat
Die Mikrofon-Berechtigung wird einmalig von Windows abgefragt. Falls der Dialog nicht erscheint: Windows-Einstellungen → Datenschutz → Mikrofon prüfen, Hypnotika muss zugelassen sein.
2 · Live-VU-Meter zum Pegeln
Direkt unter dem Geräte-Dropdown siehst du einen vertikalen VU-Meter in Echtzeit. Sprich normal in dein Mikro:
- Peaks bei −18 bis −12 dB → ideal, sauberer Headroom
- Peaks ab −6 dB aufwärts → zu laut, Eingangs-Gain am Mikro oder im Windows-Mixer reduzieren
- Peaks unter −30 dB → zu leise, das Ducking triggert nicht zuverlässig
Der „Test"-Button nimmt 5 Sekunden auf und spielt sie zurück — so hörst du, wie deine Stimme in der Aufnahme klingt, inklusive Raum-Reflektionen.
3 · Was ist Ducking?
Ducking bedeutet: sobald du sprichst, wird die Musik automatisch leiser, damit deine Stimme klar bleibt. Sobald du schweigst, kommt die Musik sanft wieder auf das ursprüngliche Niveau zurück.
Der Clou: Hypnotika nutzt Silero-VAD (Voice Activity Detection), ein neuronales Modell. Es erkennt echte Sprache — im Gegensatz zu klassischen Schwellwert-basierten Duckern, die auch bei Papierrascheln, Husten oder Umgebungsgeräuschen triggern. Das Ergebnis: nur dein tatsächliches Sprechen senkt die Musik ab.
4 · Die drei Ducking-Parameter
Unter Einstellungen → Mikrofon → Ducking findest du drei Regler:
Dämpfung (dB)
Um wie viel die Musik beim Sprechen leiser wird. Empfehlung: −9 dB (Standard). Das entspricht etwa der halben gefühlten Lautstärke — genug, damit deine Stimme dominiert, aber die Musik nicht verschwindet. Für hypnotische Einleitungen mit sanfter Stimme kannst du auf −6 dB reduzieren. Für lautere Musik oder direktive Techniken eher −12 dB.
Attack (ms)
Wie schnell die Musik abgesenkt wird, sobald Sprache erkannt wurde. Empfehlung: 50 ms (Standard). Zu kurz (<20 ms) → hörbares Klickgeräusch. Zu lang (>150 ms) → die ersten Silben werden von der Musik verdeckt. 50 ms ist in fast allen Kontexten unauffällig.
Release (ms)
Wie lange es dauert, bis die Musik nach dem Sprech-Ende wieder auf 0 dB zurück ist. Empfehlung: 400 ms (Standard). Zu kurz (<200 ms) → nach jeder Pause „atmet" die Musik hörbar auf, wirkt nervös. Zu lang (>800 ms) → die Musik bleibt unnötig lang leise, Kontinuität leidet.
5 · Session-Aufnahme als MP3
Ist das Mikro aktiv, nimmt Hypnotika automatisch eine gemischte Spur auf: Musik + Stimme, mit korrekt angewendetem Ducking. Das Resultat ist eine einzige MP3-Datei, die du direkt an deine Klient:in schicken kannst.
Einstellungen dazu:
- Aufnahme-Ordner — Pfad wählbar, Standard:
%USERPROFILE%\Documents\Hypnotika\Sessions - Dateiname-Muster —
{Datum}_{Uhrzeit}_{Klientname}.mp3(Klientname optional pro Session) - Bitrate — 192 kbps (Standard, guter Kompromiss) oder 320 kbps (maximal)
Die Aufnahme startet mit dem ersten Track-Play und endet automatisch beim Soft Stop. Kein manuelles Drücken nötig.
6 · Alternative: Aufnahme über OBS
Wenn du lieber OBS Studio oder ein externes DAW für die Aufnahme nutzt (z. B. für Video-Sessions oder zum späteren Bearbeiten): Schalte die eigene Aufnahme von Hypnotika in den Einstellungen aus, damit nichts doppelt aufgenommen wird. Soll an OBS nur die Musik (mit den Anker-Sounds) gehen und nicht dein Mikro, schalte zusätzlich das Mikrofon in Hypnotika aus — dann nimmst du deine Stimme direkt in OBS auf. Details im Audio-Guide.