1 · Mikrofon aktivieren und Gerät wählen
Öffne Einstellungen → „Audio & Hardware". Setze den Schalter „Mikrofon aktivieren" auf an. Im Dropdown unter „Mikrofon" siehst du alle verfügbaren Eingänge:
- Integriertes Laptop-Mikro — geht zur Not, aber hörbar dünn
- USB-Kondensator (Rode NT-USB+, Shure MV7) — empfohlen für Solo-Arbeit
- XLR-Mikro via Interface (Shure SM7B + Scarlett) — Broadcast-Qualität
- Headset-Mikro — praktisch für lange Sessions, reduziert Kabelsalat
Die Mikrofon-Berechtigung wird einmalig von Windows abgefragt. Falls der Dialog nicht erscheint: Windows-Einstellungen → Datenschutz → Mikrofon prüfen, Hypnotika muss zugelassen sein.
2 · Live-VU-Meter zum Pegeln
Direkt unter dem Geräte-Dropdown siehst du einen waagerechten Pegel-Balken in Echtzeit, mit grün hinterlegtem Zielbereich. Sprich normal in dein Mikro: Darunter zeigt Hypnotika live einen Tipp in Klartext. Ziel ist „Guter Pegel ✓". Außerdem kann dort stehen:
- „Etwas leise — Mic-Pegel höher stellen oder „Auto-Pegel" nutzen."
- „Etwas laut — ein paar dB niedriger wäre sicherer."
- „Übersteuert! Mic-Pegel niedriger stellen."
- „Kein Signal — sprich ins Mikro."
- „Mikrofon ist stumm."
Der „Auto-Pegel"-Button misst 3 Sekunden lang deine Stimme und stellt den „Mic-Pegel" automatisch auf einen guten Wert (klar, ohne Übersteuern) — danach kannst du per Regler feinjustieren.
Den Mikrofon-Pegel kannst du übrigens auch direkt im Cockpit nachregeln — der Regler „Mikro" dort (mit dB-Anzeige) ist dieselbe Einstellung wie hier in den Einstellungen; Änderungen wirken in beide Richtungen. Die Pegel-Anzeige im Cockpit läuft dabei immer mit — auch ohne laufende Aufnahme oder Musik.
3 · Was ist Ducking?
Ducking bedeutet: sobald du sprichst, wird die Musik automatisch leiser, damit deine Stimme klar bleibt. Sobald du schweigst, kommt die Musik sanft wieder auf das ursprüngliche Niveau zurück.
Der Clou: Hypnotika nutzt Silero-VAD (Voice Activity Detection), ein neuronales Modell. Es erkennt echte Sprache — im Gegensatz zu klassischen Schwellwert-basierten Duckern, die auch bei Papierrascheln, Husten oder Umgebungsgeräuschen triggern. Das Ergebnis: nur dein tatsächliches Sprechen senkt die Musik ab.
Wichtig: Das Ducking betrifft nur die Musik. Die Naturgeräusche-Ebene und die Anker-Sounds bleiben beim Sprechen auf vollem Pegel — die Klang-Kulisse trägt deine Stimme, statt unter ihr wegzutauchen.
4 · Die drei Ducking-Parameter
Unter Einstellungen → „Klang & Effekte" → Schalter „Ducking (Stimme macht Musik automatisch leiser)" findest du drei Regler — sie sind sichtbar, solange dieser Schalter an ist:
Absenkung (dB)
Um wie viel die Musik beim Sprechen leiser wird. Empfehlung: −9 dB (Standard). Das entspricht etwa der halben gefühlten Lautstärke — genug, damit deine Stimme dominiert, aber die Musik nicht verschwindet. Für hypnotische Einleitungen mit sanfter Stimme kannst du auf −6 dB reduzieren. Für lautere Musik oder direktive Techniken eher −12 dB.
Attack (ms)
Wie schnell die Musik abgesenkt wird, sobald Sprache erkannt wurde. Empfehlung: 350 ms (Standard). Zu kurz (<20 ms) → hörbares Klickgeräusch.
Release (ms)
Wie lange es dauert, bis die Musik nach dem Sprech-Ende wieder auf 0 dB zurück ist. Empfehlung: 1100 ms (Standard). Zu kurz (<200 ms) → nach jeder Pause „atmet" die Musik hörbar auf, wirkt nervös.
5 · Session-Aufnahme als MP3
Aufgenommen wird nur, wenn der Schalter „Session-Aufnahme (MP3)" eingeschaltet ist (Einstellungen → „Audio & Hardware"). Ab Werk ist er aus — ein aktives Mikrofon allein nimmt nichts auf. Ist der Schalter an, entsteht eine gemischte Spur: Musik + Stimme, mit korrekt angewendetem Ducking. Auch die Naturgeräusche-Ebene ist in der Aufnahme enthalten. Das Resultat ist eine einzige MP3-Datei, die du direkt an deine Klient:in schicken kannst.
Einstellungen dazu:
- Aufnahme-Ordner — Pfad wählbar, Standard:
Dokumente\Hypnotika Sessions - Dateiname — wird automatisch vergeben, Muster:
YYYY-MM-DD_Session_HH-MM-SS.mp3(z. B.2026-05-02_Session_14-30-22.mp3) - Bitrate — 128, 192 (Standard, guter Kompromiss) oder 256 kbps (maximal)
Bei eingeschaltetem Schalter startet die Aufnahme, sobald die Session beginnt — mit dem ersten Track-Play oder dem Start eines Naturklangs — und endet automatisch beim Soft Stop. Kein manuelles Drücken nötig. Alle Details dazu im Guide Sitzungs-Aufnahme.
6 · Alternative: Aufnahme über OBS
Wenn du lieber OBS Studio oder ein externes DAW für die Aufnahme nutzt (z. B. für Video-Sessions oder zum späteren Bearbeiten): Schalte die „Session-Aufnahme (MP3)" von Hypnotika in den Einstellungen aus, damit nichts doppelt aufgenommen wird. Soll an OBS nur die Musik (mit den Anker-Sounds) gehen und nicht dein Mikro, schalte zusätzlich das Mikrofon in Hypnotika aus — dann nimmst du deine Stimme direkt in OBS auf. Details im Audio-Guide.