10 Minuten

Mikrofon und Ducking — deine Stimme bleibt klar.

Automatische Musik-Absenkung beim Sprechen, ohne hörbares Pumpen. Silero-VAD hört mit, du bleibst im Flow.

1 · Mikrofon aktivieren und Gerät wählen

Öffne Einstellungen → Mikrofon. Setze den Schalter „Mikrofon aktiv" auf an. Im Dropdown „Mikrofon-Gerät" siehst du alle verfügbaren Eingänge:

  • Integriertes Laptop-Mikro — geht zur Not, aber hörbar dünn
  • USB-Kondensator (Rode NT-USB+, Shure MV7) — empfohlen für Solo-Arbeit
  • XLR-Mikro via Interface (Shure SM7B + Scarlett) — Broadcast-Qualität
  • Headset-Mikro — praktisch für lange Sessions, reduziert Kabelsalat

Die Mikrofon-Berechtigung wird einmalig von Windows abgefragt. Falls der Dialog nicht erscheint: Windows-Einstellungen → Datenschutz → Mikrofon prüfen, Hypnotika muss zugelassen sein.

Falsches Mikro erwischt? Das Cockpit zeigt unten links immer den Namen des aktiven Mikrofon-Geräts — so fällt sofort auf, wenn z. B. das Webcam-Mikro statt deines guten Mikros gewählt ist. Und läuft eine Aufnahme, ohne dass rund 45 Sekunden lang Stimme ankommt, erscheint eine rote Warnung mit dem Geräte-Namen.

2 · Live-VU-Meter zum Pegeln

Direkt unter dem Geräte-Dropdown siehst du einen vertikalen VU-Meter in Echtzeit. Sprich normal in dein Mikro:

  • Peaks bei −18 bis −12 dB → ideal, sauberer Headroom
  • Peaks ab −6 dB aufwärts → zu laut, Eingangs-Gain am Mikro oder im Windows-Mixer reduzieren
  • Peaks unter −30 dB → zu leise, das Ducking triggert nicht zuverlässig

Der „Test"-Button nimmt 5 Sekunden auf und spielt sie zurück — so hörst du, wie deine Stimme in der Aufnahme klingt, inklusive Raum-Reflektionen.

Den Mikrofon-Pegel kannst du übrigens auch direkt im Cockpit nachregeln — der Regler „Mikro" dort (mit dB-Anzeige) ist dieselbe Einstellung wie hier in den Settings; Änderungen wirken in beide Richtungen. Die Pegel-Anzeige im Cockpit läuft dabei immer mit — auch ohne laufende Aufnahme oder Musik.

3 · Was ist Ducking?

Ducking bedeutet: sobald du sprichst, wird die Musik automatisch leiser, damit deine Stimme klar bleibt. Sobald du schweigst, kommt die Musik sanft wieder auf das ursprüngliche Niveau zurück.

Der Clou: Hypnotika nutzt Silero-VAD (Voice Activity Detection), ein neuronales Modell. Es erkennt echte Sprache — im Gegensatz zu klassischen Schwellwert-basierten Duckern, die auch bei Papierrascheln, Husten oder Umgebungsgeräuschen triggern. Das Ergebnis: nur dein tatsächliches Sprechen senkt die Musik ab.

Wichtig: Das Ducking betrifft nur die Musik. Die Naturgeräusche-Ebene und die Anker-Sounds bleiben beim Sprechen auf vollem Pegel — die Klang-Kulisse trägt deine Stimme, statt unter ihr wegzutauchen.

4 · Die drei Ducking-Parameter

Unter Einstellungen → Mikrofon → Ducking findest du drei Regler:

Dämpfung (dB)

Um wie viel die Musik beim Sprechen leiser wird. Empfehlung: −9 dB (Standard). Das entspricht etwa der halben gefühlten Lautstärke — genug, damit deine Stimme dominiert, aber die Musik nicht verschwindet. Für hypnotische Einleitungen mit sanfter Stimme kannst du auf −6 dB reduzieren. Für lautere Musik oder direktive Techniken eher −12 dB.

Attack (ms)

Wie schnell die Musik abgesenkt wird, sobald Sprache erkannt wurde. Empfehlung: 50 ms (Standard). Zu kurz (<20 ms) → hörbares Klickgeräusch. Zu lang (>150 ms) → die ersten Silben werden von der Musik verdeckt. 50 ms ist in fast allen Kontexten unauffällig.

Release (ms)

Wie lange es dauert, bis die Musik nach dem Sprech-Ende wieder auf 0 dB zurück ist. Empfehlung: 400 ms (Standard). Zu kurz (<200 ms) → nach jeder Pause „atmet" die Musik hörbar auf, wirkt nervös. Zu lang (>800 ms) → die Musik bleibt unnötig lang leise, Kontinuität leidet.

Praxis-Tipp: Wenn du langsam und mit vielen Pausen sprichst (typischer Hypnose-Rhythmus), stelle Release auf 600 ms — dann wirkt das Ducking flüssiger, weil kurze Atempausen nicht sofort die Musik hochziehen.

5 · Session-Aufnahme als MP3

Ist das Mikro aktiv, nimmt Hypnotika automatisch eine gemischte Spur auf: Musik + Stimme, mit korrekt angewendetem Ducking. Auch die Naturgeräusche-Ebene ist in der Aufnahme enthalten. Das Resultat ist eine einzige MP3-Datei, die du direkt an deine Klient:in schicken kannst.

Einstellungen dazu:

  • Aufnahme-Ordner — Pfad wählbar, Standard: Dokumente\Hypnotika Sessions
  • Dateiname — wird automatisch vergeben, Muster: YYYY-MM-DD_Session_HH-MM-SS.mp3 (z. B. 2026-05-02_Session_14-30-22.mp3)
  • Bitrate — 192 kbps (Standard, guter Kompromiss) oder 320 kbps (maximal)

Die Aufnahme startet, sobald die Session beginnt — mit dem ersten Track-Play oder dem Start eines Naturklangs — und endet automatisch beim Soft Stop. Kein manuelles Drücken nötig. Alle Details dazu im Guide Sitzungs-Aufnahme.

6 · Alternative: Aufnahme über OBS

Wenn du lieber OBS Studio oder ein externes DAW für die Aufnahme nutzt (z. B. für Video-Sessions oder zum späteren Bearbeiten): Schalte die eigene Aufnahme von Hypnotika in den Einstellungen aus, damit nichts doppelt aufgenommen wird. Soll an OBS nur die Musik (mit den Anker-Sounds) gehen und nicht dein Mikro, schalte zusätzlich das Mikrofon in Hypnotika aus — dann nimmst du deine Stimme direkt in OBS auf. Details im Audio-Guide.

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