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Wie Phasen-Wechsel und Übergänge funktionieren.

Vier Phasen, ein Crossfade-System, automatisches Camelot-Match. Hypnotika bewertet Übergänge nach Tempo und Tonart, zeigt die Güte als Match-Score und sucht ohne feste Playlist passende Stücke.

1 · Die vier Phasen

PhaseHotkeyVerwendung
Intro1Sitzungs-Beginn, Trance-Induktion
Mittelteil2Vertiefung, Hauptarbeit
Höhepunkt3Emotionaler Peak
Outro4Ausklingen, Rückführung

2 · Crossfade-Mechanik

Zwei interne Decks (A und B). Wenn ein Phase-Button gedrückt wird:

  1. Engine wählt einen passenden Track für die neue Phase (aus Library oder Preset-Playlist)
  2. Track wird auf das inaktive Deck geladen, beginnt bei Volume 0
  3. Beide Decks parallel: aktives Deck rampt von 1 auf 0, inaktives Deck rampt von 0 auf 1
  4. Ineinander geblendet über die Überblendungs-Dauer. Ab Werk berechnet „Smart Crossfade" sie für jeden Übergang aus BPM-Unterschied, Tonart und Phase: ausgehend von 6 Sek, z. B. länger bei großem Tempo-Unterschied, nicht verwandter Tonart oder im Outro, kürzer bei fast gleichem Tempo, gleicher Tonart oder im Höhepunkt — immer zwischen 2 und 16 Sek. Schaltest Du „Smart Crossfade" unter Einstellungen → „Wiedergabe & Mixing" aus, gilt eine feste Dauer: die „Crossfade-Dauer" des aktiven Presets, falls dort eine eingetragen ist, sonst „Überblendungs-Dauer (manuell)" (Default 6 Sek).
  5. Nach Abschluss: alte Deck stoppt, Rollen tauschen

Die Übergänge sind auch bei schnellem, mehrfachem Umschalten klick- und knackfrei — Du kannst also ohne Sorge „durchzappen". Und die Takt-Quantisierung bleibt auch nach Loop-Rücksprüngen korrekt: Der Beat-Sync rechnet den Loop mit ein.

3 · Quantisierung auf Takte

Standardmäßig wartet Hypnotika nach Phase-Klick mindestens 3 Sekunden und startet den Crossfade dann auf dem nächsten Takt des laufenden Tracks. So beginnen Übergänge auf musikalisch sinnvollen Stellen. Die Wartezeit stellst Du unter Einstellungen → „Wiedergabe & Mixing" → „Mindest-Vorlauf vor dem Übergang" ein:

  • „Sofort" — ohne Wartezeit
  • „2 s" — mindestens 2 Sek warten
  • „3 s" (Default) — mindestens 3 Sek warten
  • „5 s" — mindestens 5 Sek warten

Auf den Takt genau setzt der Crossfade nur ein, wenn der Schalter „Pitch & Tempo automatisch anpassen" an ist (siehe Abschnitt 5) und Hypnotika Tempo und Takt beider Tracks aufeinander abstimmen kann. Sonst beginnt er direkt nach der Wartezeit.

Während gewartet wird, zeigt die Karte „Als Nächstes" in der unteren Cockpit-Leiste den kommenden Track-Namen, den Match-Score und einen Live-Countdown bis zum Ende der Wartezeit. Mit Esc oder dem Abbrechen-Knopf auf der Karte kannst Du den anstehenden Wechsel abbrechen.

4 · Camelot-Wheel-Match

Für jeden möglichen Übergang berechnet Hypnotika einen Match-Score (0-100 %), basierend auf:

  • Tonart-Distanz im Camelot-Wheel — am besten passt dieselbe Tonart, danach folgt dieselbe Zahl mit anderem Buchstaben (z. B. C-Dur 8B ↔ A-Moll 8A), dann die benachbarte Zahl mit gleichem Buchstaben (z. B. C-Dur 8B ↔ G-Dur 9B); alle übrigen Kombinationen gelten als dissonant (z. B. C-Dur 8B ↔ Fis-Dur 2B)
  • BPM-Differenz (großer BPM-Sprung = niedrigerer Score)

Bei Score < 60 % wird automatisch ein Lowpass-Sweep auf dem ausblendenden Track angewandt — schluckt die Höhen, macht die harmonische Reibung weniger hörbar. Ab 60 % läuft der Crossfade ohne diesen Filter. Im Cockpit färbt sich der Match-Score nach Güte: grün ab 80 %, blau zwischen 60 und 80 %, orange unter 60 %. Du siehst ihn unter dem Crossfade-Pfeil in der unteren Cockpit-Leiste (für den anstehenden oder gerade begonnenen Übergang), auf der Karte „Als Nächstes", solange ein Wechsel ansteht, und bei fester Playlist pro Phase auf den Track-Chips im Playlist-Shelf (dort jeweils gemessen am gerade laufenden Track).

5 · Auto-Pitch-Shift (optional)

Wenn aktiviert (Einstellungen → „Wiedergabe & Mixing" → „Pitch & Tempo automatisch anpassen", ab Werk an), passt Hypnotika den BPM und/oder die Tonart des kommenden Tracks via SoundTouchJS an (höchstens ±3 Halbtöne und ±6 %), um den Match-Score zu maximieren — das gilt, wenn Hypnotika die Tracks selbst aus der Bibliothek auswählt (ohne feste Playlist pro Phase). Mit fester Playlist pro Phase, etwa im ab Werk aktiven Preset „Standard-Sitzung", verschiebt Hypnotika die Tonart nie; angeglichen wird dann nur das Tempo, und nur, wenn der Crossfade auf den Takt genau einsetzt (siehe Abschnitt 3). Tracks, an denen Du „Pitch-Offset" oder „Tempo-Offset" selbst angewendet hast, spielt Hypnotika in beiden Fällen mit genau diesen Werten. Pitch-Shift wird einmalig vor-gerendert (~1 Sek pro Min Audio) und gecached.

6 · Auto-Advance bei Loop-Ende

Wie es am Loop-Ende weitergeht, bestimmt der Modus-Schalter unten rechts im Cockpit: Loop = das aktuelle Stück läuft endlos weiter (DJ-Verhalten); ein erneuter Druck auf den Phasen-Button startet es bei fester Playlist pro Phase neu. Playlist = die Stücke der Phase laufen automatisch nacheinander durch. Die Voreinstellung kommt aus dem aktiven Preset und ist im Cockpit jederzeit umschaltbar.

Im Playlist-Modus gilt: Wenn ein Track sein Loop-Ende erreicht, wählt die Engine automatisch einen weiteren Track aus der gleichen Phase und wechselt per Crossfade (Self-Loop oder zum nächsten in der Preset-Playlist). Du brauchst nicht jede 4 Min einen Knopf zu drücken.

Wie die Track-Reihenfolge in einer Phase läuft

Im Playlist-Modus passiert Folgendes, sobald Du eine Phase startest (z. B. „Intro"):

  1. Track 1 spielt komplett durch.
  2. Kurz vor dem Track-Ende crossfadet Hypnotika automatisch zu Track 2 — Du musst nichts klicken.
  3. Track 2 → Track 3 → wieder Track 1 → 2 → 3 → … endlos in Schleife, bis Du eine andere Phase wählst oder Soft-Stop drückst.

Der Cursor jeder Phase wird unabhängig gemerkt: wenn Du später wieder zu einer Phase zurückkehrst, läuft sie da weiter, wo der Cursor zuletzt stand.

Was Klicks während der Session bewirken

  • Erneuter Klick auf die aktive Phase (z. B. „Intro" während Intro läuft) → Crossfade zum nächsten Track der Liste (bei fester Playlist pro Phase, etwa in der ab Werk aktiven „Standard-Sitzung", nur, wenn der Schalter „Modus" im Cockpit auf „Playlist" steht; in der ab Werk eingestellten Stellung „Loop" beginnt dasselbe Stück erneut). Mit fester Playlist entfällt dabei der Mindest-Vorlauf (siehe Abschnitt 3): Der Crossfade beginnt sofort oder, wenn Hypnotika Tempo und Takt beider Tracks aufeinander abstimmen kann, auf dem nächsten Takt. Praktisch, wenn Du den aktuellen Track nicht magst und gleich wechseln willst, ohne aufs Track-Ende zu warten.
  • Klick auf einen Track-Chip im Playlist-Shelf → direkter Sprung zu genau diesem Track. Praktisch, wenn Du gezielt zum dritten Track in der Liste willst.
  • Phase-Wechsel (z. B. Intro → Mittelteil) → Crossfade in den ersten Track der neuen Phase (oder dort, wo dessen Cursor stand). Die Intro-Reihenfolge bleibt für später unverändert gemerkt.

Spezialfall: nur ein Track in der Phase

Hat eine Phase nur einen einzigen Track, crossfadet Hypnotika diesen Track mit sich selbst — Deck A endet, Deck B startet das gleiche Stück parallel von vorn, beide überlagern sich für die Crossfade-Dauer. Das verhindert Stille zwischen den Wiederholungen.

Hinweis: wenn Dein Audio-Track ein eingebautes Fade-In am Anfang oder Fade-Out am Ende hat, kannst Du an der Crossfade-Stelle trotzdem ein leichtes Lautstärke-Tal hören. Lösung: Loop-Marker setzen (loopIn/loopOut), damit der Track-Anfang und das Track-Ende mit den Fades übersprungen werden und nur der „starke" Mittelteil endlos läuft.

7 · Soft-Stop

Hotkey Space (oder Soft-Stop-Tile im Cockpit) → Master-Volume rampt sanft auf 0. Im ab Werk aktiven Preset „Standard-Sitzung" sind dafür fest 5 Sek hinterlegt. Bei jedem anderen Preset und ohne Preset gilt die „Soft-Stop-Dauer" (Einstellungen → „Wiedergabe & Mixing", Default 2 Sek); solange „Standard-Sitzung" aktiv ist, wirkt diese Einstellung nicht. Stoppt auch die Sitzungs-Aufnahme falls aktiv und finalisiert die MP3.

8 · Repeat-Lockout

Einstellungen → „Wiedergabe & Mixing" → „Track-Wiederholungs-Sperre" wirkt nur, wenn Hypnotika die Tracks selbst aus der Bibliothek auswählt (Zufalls-Modus ohne feste Playlist pro Phase). Dann überspringt die Auswahl die zuletzt gespielten N Tracks (Default 2), solange noch andere Tracks zur Auswahl stehen — so wechseln die Tracks auch bei wiederholtem Phase-Klick. Mit fester Playlist pro Phase, etwa im ab Werk aktiven Preset „Standard-Sitzung", hat die Einstellung keine Wirkung.

Verwandte: Cockpit-Hotkeys · Session-Presets · Loop-Marker