7 Minuten

Wie Phasen-Wechsel und Übergänge funktionieren.

Vier Phasen, ein Crossfade-System, automatisches Camelot-Match. So bleibt jede Sitzung musikalisch sauber.

1 · Die vier Phasen

PhaseHotkeyVerwendung
Intro1Sitzungs-Beginn, Trance-Induktion
Mittelteil2Vertiefung, Hauptarbeit
Höhepunkt3Emotionaler Peak
Outro4Ausklingen, Rückführung

2 · Crossfade-Mechanik

Zwei interne Decks (A und B). Wenn ein Phase-Button gedrückt wird:

  1. Engine wählt einen passenden Track für die neue Phase (aus Library oder Preset-Playlist)
  2. Track wird auf das inaktive Deck geladen, beginnt bei Volume 0
  3. Beide Decks parallel: aktives Deck rampt von 1 auf 0, inaktives Deck rampt von 0 auf 1
  4. Über die Crossfade-Sek-Dauer (Default 6 Sek) ineinander geblendet
  5. Nach Abschluss: alte Deck stoppt, Rollen tauschen

3 · Quantisierung auf Takte

Standardmäßig wartet Hypnotika nach Phase-Klick einige Takte bis zum Crossfade-Start. So beginnen Übergänge auf musikalisch sinnvollen Stellen.

  • Sofort (0) — Crossfade beginnt direkt beim Klick
  • 4 Takte — bei 70 BPM ca. 14 Sek warten
  • 8 Takte (Default) — ca. 27 Sek warten
  • 16 Takte — ca. 55 Sek warten

Während gewartet wird, zeigt das Cockpit die Queued-Preview: nächster Track-Name, Match-Score, Countdown bis Crossfade-Start. Mit Esc kannst Du die Queue abbrechen.

4 · Camelot-Wheel-Match

Für jeden möglichen Übergang berechnet Hypnotika einen Match-Score (0-100 %) basiert auf:

  • Tonart-Distanz im Camelot-Wheel (z.B. C-Dur ↔ G-Dur = perfekt; C-Dur ↔ F#-Dur = dissonant)
  • BPM-Differenz (großer BPM-Sprung = niedrigerer Score)

Bei Score < 60 % wird automatisch ein Lowpass-Sweep auf dem ausblendenden Track angewandt — schluckt die Höhen, macht die harmonische Reibung weniger hörbar. Score 60-80 % = sauberer Crossfade. Score > 80 % = perfekter Übergang.

5 · Auto-Pitch-Shift (optional)

Wenn aktiviert (Settings → „Auto-Pitch zur Tonart-Korrektur"), passt Hypnotika den BPM und/oder die Tonart des kommenden Tracks via SoundTouchJS an, um den Match-Score zu maximieren. Pitch-Shift wird einmalig vor-gerendert (~1 Sek pro Min Audio) und gecached.

6 · Auto-Advance bei Loop-Ende

Wenn ein Track sein Loop-Ende erreicht: Engine wählt einen weiteren Track aus der gleichen Phase und wechselt automatisch (Self-Loop oder zum nächsten in der Preset-Playlist). Du brauchst nicht jede 4 Min einen Knopf zu drücken.

Wie die Track-Reihenfolge in einer Phase läuft

Sobald Du eine Phase startest (z. B. „Intro"), läuft alles weiter automatisch:

  1. Track 1 spielt komplett durch.
  2. Kurz vor dem Track-Ende crossfadet Hypnotika automatisch zu Track 2 — Du musst nichts klicken.
  3. Track 2 → Track 3 → wieder Track 1 → 2 → 3 → … endlos in Schleife, bis Du eine andere Phase wählst oder Soft-Stop drückst.

Der Cursor jeder Phase wird unabhängig gemerkt: wenn Du später wieder zu einer Phase zurückkehrst, läuft sie da weiter, wo der Cursor zuletzt stand.

Was Klicks während der Session bewirken

  • Erneuter Klick auf die aktive Phase (z. B. „Intro" während Intro läuft) → sofortiger Crossfade zum nächsten Track der Liste. Praktisch, wenn Du den aktuellen Track nicht magst und gleich wechseln willst, ohne aufs Track-Ende zu warten.
  • Klick auf einen Track-Chip im Playlist-Shelf → direkter Sprung zu genau diesem Track. Praktisch, wenn Du gezielt zum dritten Track in der Liste willst.
  • Phase-Wechsel (z. B. Intro → Mittelteil) → Crossfade in den ersten Track der neuen Phase (oder dort, wo dessen Cursor stand). Die Intro-Reihenfolge bleibt für später unverändert gemerkt.

Spezialfall: nur ein Track in der Phase

Hat eine Phase nur einen einzigen Track, crossfadet Hypnotika diesen Track mit sich selbst — Deck A endet, Deck B startet das gleiche Stück parallel von vorn, beide überlagern sich für die Crossfade-Dauer. Das verhindert Stille zwischen den Wiederholungen.

Hinweis: wenn Dein Audio-Track ein eingebautes Fade-In am Anfang oder Fade-Out am Ende hat, kannst Du an der Crossfade-Stelle trotzdem ein leichtes Lautstärke-Tal hören. Lösung: Loop-Marker setzen (loopIn/loopOut), damit der Track-Anfang und das Track-Ende mit den Fades übersprungen werden und nur der „starke" Mittelteil endlos läuft.

7 · Soft-Stop

Hotkey Space (oder Soft-Stop-Tile im Cockpit) → Master-Volume rampt sanft auf 0 über die Soft-Stop-Sec-Dauer (Default 2 Sek). Stoppt auch die Sitzungs-Aufnahme falls aktiv und finalisiert die MP3.

8 · Repeat-Lockout

Setting → „Wiederholungs-Sperre" verhindert dass derselbe Track innerhalb der letzten N Tracks (Default 2) wieder gespielt wird. So entstehen variantenreiche Sitzungen auch bei wiederholtem Phase-Klick.

Verwandte: Cockpit-Hotkeys · Session-Presets · Loop-Marker