1 · Was ein Preset ist
Ein Preset bündelt mehrere Sitzungs-Einstellungen unter einem Namen:
- Name + Symbol (Material Symbol Icon zur visuellen Erkennung)
- BPM-Korridor — Min/Max-Werte für die automatische Track-Auswahl. Er gilt nur ohne feste Playlist (Abschnitt 3).
- Crossfade-Dauer (Override des globalen Settings — z.B. langsamere Übergänge bei Schlafinduktion). Sie gilt nur, wenn „Smart Crossfade" ausgeschaltet ist (Einstellungen → „Wiedergabe & Mixing" → „Smart Crossfade"). Ab Werk ist es eingeschaltet; dann berechnet die App die Dauer jedes Übergangs selbst.
- Feste Playlist pro Phase — eigene Reihenfolge für Intro, Mitte, Höhepunkt und Outro, sobald „Nur diese Tracks verwenden (sonst: alle getaggten)" angehakt ist
- Outro = Intro — wenn angehakt, spielt das Outro denselben Track wie das Intro (sehr typisch für Hypnose). Das greift nur ohne feste Playlist, wenn Du im Cockpit direkt von „Intro" zu „Outro" wechselst und der Intro-Track in der Bibliothek auch „Outro" zugeordnet ist.
- Playlist-Modus-Voreinstellung — Loop (das laufende Stück wiederholt sich endlos — DJ-Verhalten; ein erneuter Druck auf den Phasen-Button startet es bei fester Playlist pro Phase neu) oder Playlist (die Stücke der Phase laufen automatisch nacheinander durch). Der Modus-Schalter im Cockpit startet auf diesem Wert und lässt sich während der Sitzung jederzeit umschalten.
- Notizen — interne Hinweise für Dich
Eine eigene Soft-Stop-Dauer hat ein Preset nicht, der Editor bietet dafür kein Feld. Es gilt die „Soft-Stop-Dauer" unter Einstellungen → „Wiedergabe & Mixing". Nur die mitgelieferte „Standard-Sitzung" blendet beim Soft Stop fest in 5 Sekunden aus.
2 · Mitgelieferte Presets
Hypnotika kommt mit fünf mitgelieferten Presets:
- 🧘 Standard-Sitzung — ab Werk aktiv, feste Playlists mit den vier mitgelieferten Musikstücken, BPM 60-80, Crossfade-Dauer „Standard", Soft Stop 5 Sek
- 🚭 Raucherentwöhnung — BPM 60-80, „Outro = Intro" angehakt, ruhig & kraftvoll
- 🌙 Schlafinduktion — BPM 55-68, langer Crossfade (12 Sek), kein harter Höhepunkt
- 😌 Angstauflösung — BPM 65-78, 8-Sek-Crossfade, „Outro = Intro" angehakt, Sicherheits-fokussiert
- 🥾 Heldenreise — BPM 56-72, 8-Sek-Crossfade, lange Sitzungen (60-90 Min). Siehe Heldenreise-Artikel für die Sitzungs-Strukturierung.
Nur die „Standard-Sitzung" ist mit mitgelieferter Musik bestückt; die übrigen vier haben leere Playlists, die Du selbst befüllst. Bei allen fünf ist „Nur diese Tracks verwenden (sonst: alle getaggten)" angehakt, und die App setzt das Häkchen bei jedem Start wieder. Solange es gesetzt ist, wirkt „Outro = Intro" bei ihnen nicht. Löschst Du ein mitgeliefertes Preset, ist es nach dem nächsten Start im Auslieferungszustand wieder da.
3 · Eigenes Preset erstellen
- Sidebar links → Session-Presets
- Oben rechts auf „Neues Preset" klicken
- Unter „Name" einen Namen eingeben (z.B. „Schmerz-Reframing") — ohne Namen bleibt „Speichern" gesperrt
- Unter „Symbol" ein Icon wählen
- „BPM-Korridor": Min- und Max-Wert eintragen (vorbelegt mit 60 und 80)
- „Crossfade-Dauer": Solange „Standard" hervorgehoben ist, gilt der Wert aus den Einstellungen. Ein Klick darauf gibt das Zahlenfeld frei (2 bis 16 Sekunden, vorbelegt mit 6).
- „Outro = Intro" ist bei einem neuen Preset angehakt — bei Bedarf abwählen
- „Playlist-Modus (Voreinstellung)": „Loop" oder „Playlist" wählen
- Notizen optional
- Für feste Playlists „Nur diese Tracks verwenden (sonst: alle getaggten)" anhaken (bei einem neuen Preset ist das Häkchen aus) und die Tracks zuordnen (Abschnitt 4)
- „Speichern" — das Preset erscheint als erste Karte. Aktiv ist es damit noch nicht (Abschnitt 5).
Ohne das Häkchen verwendet das Preset keine Playlist: Bei jedem Klick auf einen Phasen-Button wählt die App selbst aus allen Tracks, die in der Bibliothek dieser Phase zugeordnet sind — bevorzugt innerhalb des BPM-Korridors und passend zum laufenden Stück.
Ein vorhandenes Preset öffnest Du mit dem Stift-Symbol („Bearbeiten") auf seiner Karte. Dort wird jede Änderung sofort übernommen; „Abbrechen" macht sie nicht rückgängig. Das Papierkorb-Symbol („Löschen") entfernt ein Preset nach einer Rückfrage.
4 · Tracks dem Preset zuordnen
Ist „Nur diese Tracks verwenden (sonst: alle getaggten)" angehakt, siehst Du im Preset-Editor unten vier Bereiche (Intro, Mitte, Höhepunkt, Outro). Pro Bereich:
- Unter „Verfügbare Tracks zum Hinzufügen" stehen die Tracks, die in der „Bibliothek" in der Spalte „Zuweisung" dieser Phase zugeordnet sind. Der BPM-Korridor filtert diese Liste nicht. Ein Klick hängt den Track hinten an die Playlist an.
- Die Pfeil-Knöpfe („Nach oben verschieben", „Nach unten verschieben") ändern die Reihenfolge innerhalb des Bereichs. Ein Track, der mehreren Phasen zugeordnet ist, lässt sich in mehrere Bereiche aufnehmen.
- Reihenfolge in der Liste = Reihenfolge der Tracks beim wiederholten Drücken des Phase-Buttons, der Cursor wandert (bei fester Playlist pro Phase nur, wenn der Schalter „Modus" im Cockpit auf „Playlist" steht; in der ab Werk eingestellten Stellung „Loop" beginnt dasselbe Stück erneut)
- X-Icon („Aus Playlist entfernen") entfernt einen Track aus der Liste
Wenn ein Bereich leer bleibt, spielt die zugehörige Phase nichts, solange das Preset aktiv ist; im Cockpit ist ihr Button dann ausgegraut („Nicht im Preset").
Ein dort hinzugefügter Track landet hinter diesen Einträgen, und die Pfeil-Knöpfe arbeiten dann nicht wie angezeigt: Ein einzelner hinzugefügter Track lässt sich nicht nach vorn schieben, bei mehreren verschieben die Pfeile auch die unsichtbaren Einträge. Entfernen lassen sich die unsichtbaren Einträge im Editor nicht. Für eine eigene Reihenfolge legst Du deshalb am besten ein neues Preset an (Abschnitt 3).
5 · Preset aktivieren
Zwei Wege machen ein Preset aktiv:
- Auf der Karte „Laden" klicken (Seite „Session-Presets"): Das Preset wird aktiv, und das Cockpit öffnet sich. Ein Preset ohne einen einzigen Playlist-Eintrag lässt sich hier nicht laden, auch ohne Häkchen nicht — stattdessen erscheint ein Hinweis, und der Editor öffnet sich.
- Im Cockpit oben auf „Preset" klicken und ein Preset wählen. Das geht auch mit Presets ohne Playlist-Einträge; ist bei ihnen das Häkchen gesetzt, sind die Phasen-Buttons ausgegraut. „Kein Preset nutzen" schaltet das aktive Preset ab; dann wählt die App bei jedem Phasen-Klick selbst aus allen Tracks, die der Phase zugeordnet sind. Das gilt bis zum nächsten Start der App, dann ist wieder die „Standard-Sitzung" aktiv.
Sobald das Preset aktiv ist:
- Die Crossfade-Dauer des Presets gilt, sofern „Smart Crossfade" ausgeschaltet ist (Abschnitt 1)
- Mit Häkchen spielen die Phasen-Buttons nur Tracks aus der Playlist des Presets, ohne Häkchen alle Tracks, die der Phase in der Bibliothek zugeordnet sind
- Reihenfolge folgt dem Cursor — wiederholtes Drücken zeigt nächsten Track im Preset (bei fester Playlist pro Phase nur, wenn der Schalter „Modus" im Cockpit auf „Playlist" steht; in der ab Werk eingestellten Stellung „Loop" beginnt dasselbe Stück erneut)
- Der Modus-Schalter (Loop/Playlist) startet auf der Voreinstellung des Presets — im Cockpit jederzeit umschaltbar. Nach einem Neustart der App startet er bei jedem Preset wieder auf „Loop", weil die App die Voreinstellung in Version 0.2.2 nicht über den Neustart hinweg behält.
Auf „Playlist" läuft die Playlist am Ende jedes Stücks von selbst weiter und springt nach dem letzten Track wieder auf den ersten. Ein Klick auf einen Eintrag im Playlist-Shelf unter den Phasen-Buttons blendet gezielt zu diesem Track über. Soft Stop setzt die Playlists nicht an den Anfang zurück; das geschieht erst beim Wechsel des Presets oder beim nächsten Start der App.
6 · Variante eines Presets
Eine Funktion zum Duplizieren gibt es nicht. Für eine Variante, etwa des Heldenreise-Presets, legst Du mit „Neues Preset" ein weiteres Preset an und stellst Werte und Tracks selbst ein.
7 · Best Practices
- Pro Phase 2-4 Tracks reichen — verhindert Wiederholungs-Effekt bei Stamm-Klient:innen
- Tonarten nebeneinander bewusst wählen: In einer festen Playlist verschiebt die App die Tonart nicht automatisch. Die Bewertung der Übergänge im Editor geht von einer automatischen Tonart-Anpassung aus, die dort nicht stattfindet — ordne Tracks so an, dass ihre Tonarten auch ohne Anpassung zueinander passen.
- Notizen-Feld nutzen für Sitzungs-Drehbuch-Hinweise (z.B. „Bei Mittelteil 3. Track ist die Mentor-Begegnung")
Verwandte: Phasen & Übergänge · Heldenreise-Sitzung