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Anker-Sounds und die Anker-Technik in Hypnotika.

Sechs Trigger-Buttons im Cockpit (Hotkeys Q · W · E · R · T · Z), 38 mitgelieferte Sounds, zwei Wege zur Zuweisung. So setzt Du Anker während der Sitzung.

1 · Was die Anker-Technik macht

Ein Anker (NLP-/Hypnose-Begriff, geprägt von Bandler & Grinder, basierend auf Pawlowscher Konditionierung) ist ein Reiz — Klang, Berührung, Wort, Bild — der mit einem inneren Zustand verknüpft wird. Beim erneuten Auslösen kehrt der Klient blitzartig in den verknüpften Zustand zurück. Die Schiffsanker-Metapher: was am Anker liegt, bleibt am Platz, auch wenn das Wasser strömt.

In der Praxis nutzt Du Anker zum Beispiel so: in der Trance sagst Du „spüre diesen Moment der vollständigen Ruhe", drückst dabei den Anker-Button — der Klang ertönt. Der Klient verknüpft Klang + Zustand. Später (auch außerhalb der Trance) kannst Du den Klang erneut auslösen — der Klient findet sich sofort wieder im Ruhe-Zustand.

2 · Die sechs Slots im Cockpit

Hypnotika hat sechs Anker-Buttons, sichtbar als eigene Reihe unter den Phasen-Buttons. Hartcodierte Bezeichnungen Anker 1 bis Anker 6 (Hypnose-Sprache, kein technisches Vokabular). Hotkeys auf der Tastatur:

  • Q — Anker 1 (Default: Finger-Snap klar)
  • W — Anker 2 (Default: Klangschale tief)
  • E — Anker 3 (Default: Herzschlag klar)
  • R — Anker 4
  • T — Anker 5
  • Z — Anker 6 (auf QWERTY-Tastaturen zusätzlich per Y auslösbar)

Die Anker 4–6 sind ab Werk unbelegt — Du befüllst sie über einen der beiden Wege unten. Die Hotkey-Belegung ist sichtbar als kleine Tasten-Box rechts oben auf jedem Button. Linke Hand-Position auf der Tastatur, gut greifbar während Du mit der rechten Hand sprichst oder Notizen machst.

3 · Audio-Routing — was die Anker tun

Der Trigger-Bus läuft parallel zur Musik, nicht stattdessen. Wenn Du einen Anker drückst während Musik läuft, hört der Klient beides — der Anker-Sound mischt sich obendrauf.

Unter Einstellungen → „Klang & Effekte" gibt es den Schalter „Anker-Ducking (Musik wird leiser, wenn ein Anker-Sound spielt)": Wenn aktiv, dimmt die Musik kurz unter den Anker-Sound, damit der Anker klar durchhört. Es nutzt dieselben Werte wie das Mikrofon-Ducking, ist aber unabhängig schaltbar. Ab Werk ist der Schalter an. Aus = der Anker mischt sich obendrauf, ohne die Musik abzusenken.

Wichtig: Mic-Ducking gilt für die Anker-Sounds nicht. Wenn Du gerade sprichst (Mic aktiv → Musik dimmt automatisch), bleibt der Anker-Sound auf vollem Pegel. So bleibt der Anker dominant hörbar während Du den Cue verbal setzt.

Anker werden auch in die Sitzungs-Aufnahme eingebunden — falls der Klient die MP3 zur Mitnahme bekommt, sind die Anker enthalten und können im Nachhören die Verknüpfung verstärken.

4 · Zwei Wege zur Slot-Zuweisung

Weg 1 — In der Bibliothek (empfohlen, mit Probehören)

  1. Bibliothek öffnen → Filter „Sound" klicken (cyan Anker-Icon ⚓)
  2. Alle 38 Anker-Sounds erscheinen in der Liste
  3. Ganz links in der Zeile des Sounds auf ▶ („Vorhören") klicken zum Probehören
  4. Wenn er gefällt: rechts in der Zeile auf den Knopf „Loop-Marker bearbeiten" klicken (er erscheint, sobald die Maus über der Zeile steht) → die „Track-Details" öffnen sich
  5. Ganz oben in den „Track-Details": cyan Sektion „Anker-Slot zuweisen" mit sechs Buttons
  6. Klick auf Anker 1 bis 6 → Sound wird sofort dem Slot zugewiesen, Toast-Bestätigung erscheint

Aktive Zuweisung leuchtet cyan mit Häkchen. Wenn ein Slot bereits belegt ist, zeigt der Tooltip an, welcher Sound ersetzt würde.

Weg 2 — Edit-Icon im Cockpit (schnellster Wechsel)

  1. Im Cockpit auf den gewünschten Anker-Button schauen (ist die Anker-Reihe zugeklappt, zuerst auf „Anker-Sounds (Hotkeys Q · W · E · R · T · Z)" klicken)
  2. Unten rechts auf dem Button gibt's ein kleines Edit-Stift-Icon (cyan beim Hover)
  3. Klick darauf öffnet ein Floating-Menü mit allen 38 Sounds nach Kategorie sortiert
  4. Klick auf einen Sound → Slot wird umbelegt, Menü schließt sich
  5. Aktueller Sound ist mit Häkchen markiert

Kein Probehören in diesem Menü — nur zum schnellen Wechseln, wenn Du schon weißt was Du willst.

In den Einstellungen gibt es keinen eigenen Anker-Bereich. Dort liegen nur der Schalter „Anker-Ducking (Musik wird leiser, wenn ein Anker-Sound spielt)" (Einstellungen → „Klang & Effekte") und unter Einstellungen → „Audio & Hardware" → Karte „Hardware-Buttons (MIDI + Gamepad)" die Belegung der sechs Anker auf MIDI-Pads oder Gamepad-Tasten.

5 · Eigene Sounds vs. Bundle-Sounds

Hypnotika unterscheidet zwei Quellen:

  • Bundle: einer der 38 mitgelieferten Sounds. Aktualisiert sich automatisch bei App-Updates wenn ich die Bundle-Datei verbessere.
  • Eigene Datei: MP3/WAV von Deiner Festplatte. Wird bei App-Updates niemals verändert.

In Hypnotika 0.2.2 lassen sich nur die mitgelieferten Sounds zuweisen. Eigene Dateien, die einem Anker schon früher zugewiesen wurden, lädt Hypnotika weiter, solange die Datei noch am selben Ort liegt. Wer so einen Anker auf einen mitgelieferten Sound umstellt, kann die eigene Datei danach nicht wieder zuweisen.

6 · Was es in Hypnotika 0.2.2 nicht gibt

  • Auto-Pitch der Anker-Sounds zur Track-Tonart — die Anker-Sounds spielen in ihrer Original-Tonart. Einen Schalter oder Regler dafür gibt es nicht.
  • Frei belegbare Hotkeys — die Tasten Q–Z sind fest den Slots 1–6 zugeordnet.

7 · Empfehlungen für eigene Sounds

In 0.2.2 lassen sich eigene Dateien nicht zuweisen (siehe Abschnitt 5).

  • 1-5 Sekunden Länge (länger ist als Anker unbrauchbar)
  • Stereo bevorzugt (für Kopfhörer-Setups stärkere Verankerung)
  • Sanfter Attack (kein peng-mäßig in die Trance)
  • Tonal & sanft — keine atonalen Cluster, keine harschen Rauschsignale
  • Pegel: pre-normalized auf -6 bis -12 dBFS

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